Harald Steinmeyer
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Am Upstall 5 14552 Michendorf Tel./Fax: (033205) 62 4 69E-Mail: Zedemar@web.de 5. November 2002 |
Vorbereitung eines Hundes zur ZTP, am Beispiel der ZTP vom 18.11.2001 DV Abt. Berlin-Schöneberg - Richter Dr. G. Schüler
Bitte beachten Sie, dass der Ablauf und die gestellten Anforderungen im Ermessen des amtierenden Richters liegen. Dies soll ein Leitfaden sein, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
Ich werde im folgenden die einzelnen Aufgaben und Anforderungen beschreiben, sowie Tipps und Anregungen zum Training geben.
Grundsätzliches:
Wenn Sie Ihren Hund auf die ZTP vorbereiten, sollten Sie nur dieses eine Ziel vor Augen haben. Parallelziele wie SchH (VPG) oder ähnliches wären kontraproduktiv.
Anmeldung:
Wenn Sie Ihren Hund zur ZTP anmelden, füllen Sie den Meldeschein in leserlicher Schrift vollständig und korrekt aus und senden ihn rechtzeitig an den Prüfungsleiter.
Halten Sie am Tag der ZTP alle erforderlichen Unterlagen bereit: Ahnentafel, Nachweis über die erfolgreich bestandene BH, HD-Auswertung, Impfpass.
Sie erleichtern die Arbeit des Veranstalters wenn alle Unterlagen korrekt und vollständig sind und erwecken dadurch einen guten Eindruck.
An so einem Tag sind alle Beteiligten aufgeregt. Versuchen Sie Ihre Nervosität zu zügeln, seien Sie höflich und zuvorkommend.
Versuchen Sie auch Ihrem Hund gegenüber so „normal“ wie möglich zu erscheinen. Unterlassen sie Dinge, die Sie sonst auch nicht tun würden. Hunde sind sehr sensibel und erkennen Ihre Gemütsverfassung besser als Sie jemals glauben würden.
Strahlen Sie Selbstsicherheit und Vertrauen aus, ohne dabei überheblich zu wirken.
Los geht´s:
Halten Sie Ihren Hund rechtzeitig bereit. Der Hund ist wie für eine Ausstellung zu präparieren (irgendwelche Schummeleien sind natürlich untersagt).
Bevor Sie das Prüfungsgelände betreten, sorgen Sie dafür, daß Ihr Hund ausreichend Gelegenheit hatte, sich zu lösen. Sie ersparen sich damit so manche Peinlichkeit.
Gebisskontrolle und Identitätsprüfung: Hierbei wird das Gebiss des Hundes auf Vollständigkeit und korrekte Zahnstellung und die Identität anhand der Tätowiernummer geprüft.
Ein sehr wichtiger Moment, denn der Richter erhält zu diesem Zeitpunkt seinen ersten Eindruck von Ihrem Hund. Wenn hier Schwierigkeiten auftreten, wird auf Ihren Hund während der gesamten Unbefangenheitsüberprüfung, insbesondere an der Anbindestelle, erhöhtes Augenmerk gelegt.
Üben sie wie folgt:
Stellen Sie sich gerade hin, die Beine sind nicht geschlossen, die Füße bilden ein V in einem Winkel von ca. 90°. Setzen Sie den Hund vor sich zwischen Ihre Füße. Lassen Sie von einer dem Hund vertrauten Person die Gebiss- und Tätowierkontrolle simulieren. Der Fang wird weit geöffnet, vermeiden sie dabei jegliche Zwangseinwirkung wiederholen sie das häufig und belohnen sie den Hund wenn er bereitwillig mitmacht. Verlängern sie die Dauer während der Fang geöffnet gehalten wird schrittweise – natürlich nicht ins Unermessliche.
Lässt sich der Hund den Fang bereitwillig öffnen, heben Sie die Lefzen, drücken Sie die Zunge leicht beiseite, fassen Sie mit einem Finger in die Wangen, schließen sie den Fang bei angehobenen Lefzen um den Zahnschluss zu prüfen. Seien Sie geduldig, dieses Procedere ist für den Hund alles andere als angenehm. Wenn das alles mit der vertrauten Person klappt, wiederholen Sie es mit einer oder mehreren dem Hund bekannten Personen, danach mit mehreren dem Hund unbekannten Personen. Zum Schluss üben Sie mit einer dem Hund unbekannten Person, die in Statur und Aussehen dem Richter ähnelt. (Dr. Schüler ist schlank, von großer Statur und trägt ein Basecap)
Alle Personen, die mit Ihrem Hund üben, sollten ruhig, zielstrebig und keinesfalls ängstlich sein.
Vergessen Sie nicht, dass der Hund von den Personen, mit denen sie üben gelobt und belohnt werden soll. Das gilt für alle Übungen, an denen Dritte beteiligt sind.
Hodenkontrolle: Bei Rüden wird das Vorhandensein und die richtige Größe der Hoden geprüft. Der Richter fasst hierbei dem Hund zwischen die Hinterbeine und tastet die Hoden ab.
Üben Sie das wie zuvor beschrieben mit verschiedenen Personen.
Das Messen: Hierbei wird die Widerristhöhe des Hundes ermittelt (idR. vom Prüfungsleiter)
Üben sie diese Prozedur mit Ihrem Hund ausgiebig. Zunächst messen Sie den Hund selbst, während eine, dem Hund vertraute Person den Hund hält, und eine weitere dem Hund vertraute Person den Hund lockt. Sparen Sie nicht mit Lob und Belohnung. Üben Sie diese Situation in dieser Konstellation so lange, bis der Hund ruhig und aufrecht steht und sich völlig unbeeindruckt vom Körmaß zeigt. Dann misst eine dem Hund vertraute Person, bis es wirklich perfekt klappt und dann mehrere dem Hund bekannte Personen. Wenn sie die Gelegenheit zum Üben auf dem Veranstaltungsgelände wahrnehmen, sollten Sie das Messen auch mit der Person üben, die am Prüfungstag die Messung vornimmt.
Gangwerk: Vom Richter werden Sie angewiesen, den Hund im Schritt und im Trab vorzuführen. Der Hund soll ein ausgeglichenes, raumgreifendes Gangwerk zeigen.
Grundvoraussetzung dazu ist, das sich der Hund in guter physischer Verfassung befindet.
Die Muskulatur muss gut trainiert und kräftig ausgebildet sein, damit genügend Schub aus der Hinterhand entwickelt werden kann. Passgang ist unbedingt zu vermeiden.
Nehmen Sie den Hund an Ihrer linken Seite bei Fuß und laufen sie in gemäßigtem Tempo einen großen Kreis. Achten Sie darauf, dass den Hund nicht in den Passgang fällt. Passgang erkennt man, wenn man auf den Rücken des Hundes blickt, und dieser von rechts nach links pendelt. Im Trab bewegt sich der Rücken auf und ab.
Wird der Hund mit zu hohem Tempo vorgeführt, wird die Bewegung zu flach und der Schub aus der Hinterhand kommt nicht richtig zur Geltung. Auch die Vorhand kann bei hohem Tempo nicht gut „geworfen“ werden. Ferner wird bei einem nicht ganz so festen Rücken ein stärkeres Durchschwingen ersichtlich.
Der Richter wird Sie auffordern, eine gerade Strecke mit einer 180° Wende im Trab zu laufen, damit er das Gangwerk von hinten und vorne beurteilen kann.
Laufen Sie auch hier in gemäßigtem Tempo und achten Sie auf Passgang. Führen sie die Wende in einem Rechtsbogen, bei verminderter Geschwindigkeit aus. Der Hund soll im Trab bleiben.
Trainieren Sie die Muskulatur Ihres Hundes, indem Sie ihn am Fahrrad laufen lassen der Hund soll dabei immer Traben – kein Passgang, kein Galopp. Fangen Sie mit kurzen Strecken an und steigern Sie die Distanz langsam aber kontinuierlich bis auf eine Länge von bis zu 15 km täglich. (Natürlich nicht an Übungstagen und wenn, dann eine kurze Strecke nach dem Training.)
Wenn Sie die Möglichkeit haben, Ihren Hund schwimmen zu lassen, sollten Sie davon Gebrauch machen. Das Fahrradtraining ist dann entsprechend zu reduzieren.
Ein körperlich gut trainierter Hund ist auch psychisch viel stärker belastbar.
Das Stellen: Hierbei wird das Exterieur Ihres Hundes mit den, im Rassestandard definierten Vorgaben verglichen und der Formwert gebildet. Ein versierter Richter wird jetzt alle Mängel die Ihr Hund hat aufdecken, aber auch seine Vorzüge würdigen.
Auch hier wird ein gut bemuskelter Hund seine Vorzüge besser ausspielen können.
Merke: Fett kann fehlende Muskulatur nicht ersetzen.
Besonders Hunde, die über einen etwas weichen Rücken verfügen, können diesen Mangel mit einer straffen Rückenmuskulatur kompensieren.
Üben Sie das Stellen mit einer dem Hund vertrauten Person, die auch am Prüfungstag anwesend ist.
Stellen Sie den Hund auf , während die Hilfsperson ihn lockt. Der Hund soll gerade, ruhig, mit paralleler Vor- und Hinterhand stehen. Verzichten Sie auf eine extreme Stellung der Hinterhand – das geht meist zu Lasten der Rückenlinie. Der Körper soll Spannung annehmen, ohne das sich der Hund in das Halsband (Ausstellungshalsband) legt.
Wenn der Hund eine gute Haltung hält, wird er von der Hilfsperson belohnt (Ball, Futter, Spielzeug, usw.).
Steigern Sie die Dauer in der, der Hund die Idealstellung innehat, langsam und stetig, bis der Hund in der Lage ist diese Stellung über eine geraume Zeit zu halten. Danach üben Sie unter Ablenkung (Hunde, Menschen) weiter.
Dadurch ermöglichen Sie dem Richter Ihren Hund ohne viele Unterbrechungen zu sichten.
Es gibt wohl kaum etwas lästigeres, als den Hund während der Sichtung 33 mal zustellen.
Gutes Stellen wird mit Sicherheit positiv beurteilt.
Unterlassen Sie „Spielchen“ wie Bauchkrabbeln um eine inkorrekte Bauch- oder Rückenlinie zu kaschieren oder das „Raffen“ von Kehlhaut usw. Es ist eine Respektlosigkeit gegenüber dem Richter, der diese Mängel ohnehin schon längst erkannt hat. Vergessen Sie nicht, bei der ZTP sind Sie alleine im Ring.
Wenn Sie auf einer ZTP melden, die in Verbindung mit einer Ausstellung stattfindet, und Sie auch an der Ausstellung teilnehmen, wird der Formwert erst während der Ausstellung bekanntgegeben.
Wesensüberprüfung: Hierbei wird die Wesensveranlagung Ihres Hundes einer Überprüfung unterzogen. Der Hund soll sich selbstbewusst, führig, unerschrocken, ruhig und ausgeglichen zeigen. Hierbei werden mehrere Belastungssituationen simuliert, die nachfolgend näher beschrieben werden.
Die Gruppe: Im allgemeinem wird die Gruppe aus den an der ZTP teilnehmenden Hundeführern gebildet. Ist die Teilnehmerzahl gering, stellt der Veranstalter weitere Personen für die Gruppe ab. Dieses Vorgehen soll ein faires Verhalten der Gruppe gewährleisten. Sie werden sich gegenüber den Hunden der anderen Teilnehmer so verhalten, wie sie von den Anderen erwarten, dass sie sich gegenüber Ihrem Hund verhalten.
Der Prüfungsteilnehmer wird angewiesen auf der gedachten Mittellinie des Prüfungsgeländes eine Grundstellung einzunehmen. Hinter dem HF mit seinem Hund formiert sich die Gruppe in einer Reihe quer zur Mittellinie. Als Störgegenstände führt die Gruppe einen Regenschirm und einen Klapperbehälter (z.B. einen Eimer mit mehreren Getränkedosen, der zur Geräuscherzeugung geschüttelt wird) mit. Die Personen mit den Störgegenständen befinden sich in der Mitte der Gruppe.
Der Hundeführer wird vom Richter angewiesen, mit seinem Hund bei Fuß loszugehen,
auch die Gruppe setzt sich in Bewegung. Der HF erhält die Anweisung zur Kehrtwendung
und passiert die Gruppe zwischen den Personen mit den Störgegenständen.
Beim ersten Durchgang bleibt der Schirm ungeöffnet. Die Gruppe vollzieht eine Kehrtwendung. Es erfolgt eine erneute Anweisung zum Kehrt, die Gruppe wird wieder passiert. Hierbei wird der Schirm vor dem Hund schräg nach oben geöffnet.
Bei dieser Übung gibt es drei Punkte, die auf den Hund beeindruckend wirken können:
1. Die frontal aufgereihte Gruppe (in diesem Fall 10 –12 Personen)
2. Die Geräuschentwicklung
3.
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Fangen Sie das Üben mit der Gruppe in der Form an, dass die Gruppe mit einem Abstand von ca. 2,5m zwischen den Personen steht und durchlaufen sie die Gruppe mehrmals, wobei der Abstand zwischen den Personen verringert wird. Arbeiten Sie den Hund möglichst in einer hohen Trieblage und ziehen Sie die Aufmerksamkeit des Hundes auf sich.
Wenn das klappt, durchqueren Sie die sich bewegende Gruppe mehrmals, wobei der Abstand zwischen den Personen wie zuvor beschrieben verringert wird.
Zunächst erfolgt das Kehrt der Gruppe in einem Abstand von ca. 15m hinter dem Hund. Auch dieser Abstand wird nach und nach verringert und erfolgt zuletzt nach einer Distanz von
ca. 3-4m. Wenn das alles klappt, kommt der „Klappereimer“ ins Spiel.
Die Gruppe steht wieder, Sie laufen mit Ihrem Hund auf die Gruppe zu, währenddessen wird das Klappergeräusch verursacht. Wenn Sie bei einem Abstand von ca. 5m vor der Gruppe angekommen sind, wird der Eimer abgestellt. Gehen Sie mit Ihren Hund dorthin und lassen Sie den Hund den Eimer untersuchen. Nehmen Sie den Eimer auf und erzeugen Sie selbst ein Geräusch. Stellen Sie den Eimer wieder ab uns werfen sie Futter, oder ein Spielzeug hinein und lassen Sie den Hund es entnehmen. Nehmen Sie den Eimer auf und laufen Sie mit Ihrem Hund einige Meter, während Sie das Geräusch verursachen. Wieder abstellen, Futter oder Sielzeug hinein. Wiederholen Sie das solange, bis sich der Hund daran gewöhnt hat. Danach geht es weiter wie zuvor beschrieben, mit stehender und bewegter Gruppe. Die Gruppe ist neben der Person mit dem Klappereimer zu durchqueren. Funktioniert das reibungslos, üben wir den Schirm.
Wieder nähern Sie der Gruppe und auf ca. 10m Entfernung wird der Schirm steil schräg nach oben geöffnet und wieder entspannt. Nähern Sie sich der Person mit dem Schirm und lassen sie den Hund den Schirm untersuchen und durchqueren Sie die Gruppe. Das wird mehrfach wiederholt, zunächst mit ruhender, dann mit bewegter Gruppe, wobei der Zeitpunk des Öffnens des Schirms so gewählt wird, das die Distanz des Hundes zur Gruppe zuletzt ca.
2-3m beträgt.
ACHTUNG: Der Schirm darf beim Öffnen niemals auf den Hund gerichtet werden!!!
Danach wird alles nochmals unter Hinzuziehen des Klappereimers geübt.
Der Kreis: Auf Anweisung des Richters
bildet die Gruppe einen Kreis mit ca. 10m Durchmesser. Sie werden angewiesen,
mit Ihrem Hund in der Mitte eine Grundstellung einzunehmen.
Auf Kommando des
Richters setzt sich die Gruppe in ruhiger Gangart in Bewegung und bildet einen
engen Ring um Sie und Ihren Hund. Der Ring wird aufgelöst, die Gruppe begibt
sich wieder in ihre Ausgangsposition, um sich erneut, diesmal in flotter Gangart
zu einem engen Ring zu formieren.
Sie werden angewiesen, mit Ihrem Hund den Ring zu verlassen, indem Sie sich hinausdrängeln und auch wieder drängelnd in den Ring zurückzukehren.
Die Schwierigkeit für den Hund besteht darin, dass sich eine Vielzahl von Personen gleichzeitig aus allen Richtungen auf ihn zu bewegt und seine Individualdistanz überschreitet.
Üben Sie zunächst mit ca. 4 Personen in langsamer Gangart. Es hat sich als hilfreich erwiesen, das der Hund von den ihn umschließenden Personen gefüttert wird. Wirken sie beruhigend auf Ihren Hund ein. Wiederholen Sie die Übung mit zunehmender Personenzahl und zunehmenden Tempo (kein Laufschritt).
Das Hinaus- und Hineindrängeln üben sie so, dass man Ihnen zunächst Platz macht und nach und nach das Hinausgehen und Hineingehen erschwert.
Achten Sie darauf, dass die Personen in der Gruppe den Hund in ihrer Mitte nicht pausenlos anstarren!
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Üben Sie das wie Sie normalerweise eine Gruppe üben, nur eben mit mehr Personen.
Der Handschlag: Eine Person mit aufgespanntem Schirm steht abseits auf dem Prüfungsgelände. Sie werden angewiesen, sich mit Ihrem Hund zu dieser Person zu begeben und diese mit Handschlag zu begrüßen und einige Worte zu wechseln.
Üben Sie diese Situation mit vertrauten, bekannten und unbekannten Personen.
Der
Jogger: Auf Richteranweisung gehen Sie mit Ihrem Hund bei Fuß geradeaus.
Von hinten nähert sich eine Person im Laufschritt und überholt Sie.
Der Jogger macht kehrt und läuft erneut an Ihnen vorbei.
Problemstellung für den Hund: Von hinten nähert sich jemand schnell, flüchtet, kehrt um und kommt schnell von vorne.
Sie Üben das wie schon erwähnt, zunächst mit vertrauten, dann mit bekannten und dann mit fremden Personen.
Da Sie den Hund in einer hohen Trieblage arbeiten, kann es passieren, das der Hund den Jogger bei Annäher-ung von hinten erst sehr spät bemerkt und erschrecken könnte.
Um das zu verhindern, weisen Sie die
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Schussüberprüfung: Jetzt erfolgt die Überprüfung der Schusssicherheit. Es werden 2 Schüsse mit 6mm Kleinkaliber abgegeben.
Ich gehe davon aus, dass Sie mit einem schussfesten Hund zur ZTP antreten.
Anmerkung: Häufig werden Schussprobleme unbeabsichtigt auf den Hundeplätzen begründet.
Lobenswerter weise kommen viele Hundebesitzer mit ihren Welpen und Junghunden zum Hundeplatz um dem Hund das Kennenlernen des Platzes zu ermöglichen, zu spielen und soziale Kontakte zu anderen Hunden zu haben. Häufig ist zu beobachten, dass während des Übungsbetriebes die Welpen in der Nähe des Übungsgeländes spielen. Die Ausbilder gehen auf Schussdistanz zu den arbeitenden Hunden und geben dabei mitunter die Schüsse in unmittelbarer Nähe zu den Welpen/Junghunden ab. Achten Sie darauf, dass so etwas nicht vorkommt.
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Die Klatschgasse: Der Hund durchläuft hierbei eine doppelte, gegenüber stehende Sitzreihe. Zunächst wird die Gasse durchschritten, während die Personen auf den Stühlen sitzen und in die Hände klatschen. Dann erfolgt eine Kehrtwendung, bevor der Hund die Gasse betritt, wird eine Latte, Besen o.Ä. fallen gelassen, die Personen klatschen, nach Verlassen der Gasse wird erneut eine Latte o.Ä. hinter dem Hund fallengelassen. Erneutes Kehrt, Latte, Personen klatschen, stehen auf und werfen dabei die Stühle nach hinten um, Latte hinter dem Hund. Diese Übung liest sich sehr kompliziert und für den Hund belastend, ist in Wahrheit aber eine reine Übungssache. Auch hier wird der Hund in hoher Trieblage gearbeitet und seine Konzentration auf den Hundeführer gezogen. Üben Sie zunächst ohne Geräuschkulisse und steigern sie nach und nach, leichtes Klatschen, Latte vor dem Hund, Latte vor und hinter dem Hund, starkes Klatschen, Stühle umwerfen, wechselnde Personen. Üben sie das Häufig, um den Hund daran zu gewöhnen. Zeigt der Hund Auffälligkeiten, reduzieren Sie die Belastung wieder bis er ganz sicher ist, dann wieder steigern.
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Wenn sich der Richter neben dem Hund befindet, wird er den Hund anfassen. Er lässt einen Gegenstand (Richterbuch o.Ä.) fallen, hebt den Gegenstand auf und entfernt sich auf eine Distanz von ca. 10m, macht kehrt und nähert sich dem Hund direkt mit forschem Schritt, um ihn erneut zu berühren. Danach erhalten Sie die Anweisung den Hund abzuholen.
So weit so gut, das liest sich sicherlich unproblematisch. Jedoch hat sich gezeigt, dass gerade diese Situation, die größte Ausfallrate birgt.
Hunde mit Wesensmängeln werden spätestens jetzt auffällig. Der Hund wird durch das Alleinelassen in eine Konfliktsituation versetzt, die durch das Anbinden, wodurch sein Aktionsradius begrenzt wird, zusätzlich verstärkt. Es ist interessant zu beobachten, welches Repertoire an Ausgleichshandlungen von den Hunden abgespult wird. Es geht über schnüffeln, sich lösen, bellen bis zu hektischem hin und her bewegen.
Für den Hund offenbart sich folgendes Bild: Nachdem er von seinem Rudelführer verlassen wurde, nähert sich eine fremde Person, die um ihn herum geht, um dann seine Individualdistanz zu durchbrechen und ihn zu berühren. Ein Gegenstand wird geworfen, und aufgehoben. Die Person entfernt sich kehrt um und greift scheinbar an? Durchbricht erneut die Individualdistanz.
Ein Hund mit wenig Selbstbewusstsein und schwacher Nervendecke wird sich bedroht fühlen und versuchen auszuweichen oder seinerseits zu drohen. Der Richter setzt nach. Wenn der Hund es nicht schafft, seine Emotionen unter Kontrolle zu bekommen, ist für diesen Hund die ZTP an dieser Stelle beendet.
Hinweis: Auch Hunde, die sich abweisend und aggressiv zeigen, können bestehen, allerdings dürfen sie auch bei massiver Bedrohung nicht im geringsten zurückweichen.
Es ist von größter Wichtigkeit, dass Sie mit Ihrem Hund die Vereinsamung intensiv üben. Gehen sie dabei wie schon vorher erwähnt, schrittweise, mit verschiedenen Personen vor.
Erhöhen Sie auch die Dauer der Vereinsamung schrittweise bis zu 15 Minuten.
Wenn Sie den Hund anbinden, beachten Sie, dass die Anbindeleine voll ausliegt ist und so der Hund seinen Aktionsradius austesten kann. Er soll auch nicht in die Leine laufen, wenn Sie sich von ihm entfernen. Tragen Sie Sorge dafür, dass der Hund keinerlei negative Erfahrungen in Verbindung mit dieser Übung macht. Lassen Sie den Hund von den Personen, die sich zu ihm begeben füttern, streicheln, loben, gut zureden.
Üben Sie das so lange, bis sich der Hund freut wenn jemand kommt. Eine weitere Möglichkeit, allerdings mit Vorsicht zu genießen ist, den Hund nach der Übung abzuleinen.
Dazu ist es erforderlich, das Entfernen und wieder auf den Hund Zugehen mehrfach nacheinander durchzuführen und erst dann den Hund abzuleinen, während Sie ihn rufen.
Die Gefahr liegt darin, daß der Hund sich bei der ZTP vom Richter abgeleint wähnt und dann zu Ihnen will. Die Folge könnte sein, dass er heftig in die Leine läuft.
Überfall: Direkt nachdem Sie Ihren Hund von der Anbindestelle abgeholt haben, begeben Sie sich außer Sicht. Der Helfer wird in das Versteck, von dem aus der Überfall stattfinden soll, eingewiesen.
Sie bewegen sich mit angeleintem Hund auf das Versteck zu. Auf Richteranweisung
erfolgt ein Überfall auf den Hundeführer, der vom Hund zu vereiteln ist. Spätestens
wenn der Hund eingebissen hat, ist die Leine loszulassen. Der Helfer bedrängt
den Hund körperlich in Verbindung mit Vertreibungslauten und Stockbedrohung.
Ihnen ist es gestattet, den Hund verbal zu unterstützen. Auf Anweisung des Richters
stellt der Helfer den Kampf ein der Hund kann auf Kommando auslassen. Wenn der
Hund nicht auslässt, müssen Sie den Hund vom Ärmel trennen.
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Sie sollten auch den Übergang von Vereinsamung zum Schutzdienst üben. Der Hund soll verknüpfen, dass nach der Vereinsamung der Schutzdienst stattfindet, damit er nicht „kalt“ erwischt wird. Halten Sie sich an das „Ritual“ der ZTP. Gehen Sie außer Sicht, der Helfer bezieht Position im Überfallversteck, Sie gehen mit Ihrem angeleinten Hund in Ausgangsposition und nehmen die Grundstellung ein. Der Helfer tritt aus dem Versteck und zeigt sich. Sie schalten Ihren Hund mit „pass auf“ o.Ä. ein. Der Helfer verbirgt sich wieder im
Versteck, Sie gehen mit Ihrem Hund los – lassen sie sich von Ihrem Hund ziehen! Der Helfer kommt frühzeitig aus dem Versteck und führt den Überfall auf den Hundeführer aus. Sofort, wenn der Hund eingebissen hat, erhält er die Beute. Das wird geübt, bis der Hund einen vollen, festen und ruhigen Griff setzt und es im Ärmel „kracht“.
In weiterer Folge kommen zunächst Vertreibungslaute, dann Stockbedrohung und dann das Verkürzen der Angriffsdistanz hinzu. Beobachten Sie ständig das Griffverhalten des Hundes.
Danach fängt der Helfer an, den Hund körperlich zu bedrängen. Achten Sie darauf, dass die Leine dabei leicht gestrafft ist. Die Bedrängungsphase wird nach und nach zeitlich ausgedehnt, es kommt verbale und Stockbedrohung hinzu. Der Hund erhält niemals Stockschläge!
Wenn das alles einwandfrei funktioniert, beginnen Sie wie zuvor beschrieben von neuem, mit der Variante, daß Sie die Leine loslassen, wenn der Helfer aus dem Versteck kommt. Die Erfahrung hat gezeigt, das ein sicherer Hund unangeleint und somit unbehindert einen besseren Anbiss setzen kann.
Vergessen Sie nie, Ihren Hund in allen Phasen verbal zu unterstützen. Und lassen Sie sich immer zum Überfall ziehen. Wenn Sie die Leine loslassen, lassen Sie sie zunächst ein wenig durch die Hand gleiten, da der Hund sonst durch den abrupt nachlassenden Zug verunsichert werden könnte.
Verzichten Sie während der ZTP-Vorbereitung auf Gehorsamsleistungen.
Ich empfehle im Schutzdienst auch auf das „Aus“ zu verzichten. Nehmen Sie den Hund in den „Schwitzkasten“ und ziehen Sie ihn aus dem Ärmel. Dadurch bleibt der Trieb auf hohem Niveau erhalten.
Üben Sie das herantreten einer Person (Richter) während der Bedrängungsphase
und wenn der Helfer den Kampf eingestellt hat. Auch hier ist es von Vorteil,
wenn der Hund nicht selbständig oder auf Kommando auslässt, weil er sich stärker
auf den Helfer als auf eine herannahende dritte Person konzentriert. Dieser
Effekt wird durch das Wegziehen von der Beute noch verstärkt.
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Die Lange Flucht:
Vorwort: Meistens sieht man bei der ZTP die Lange Flucht nach der PO für VPG (SchH). Das heißt, der Helfer nähert sich frontal und der Hund wird auf Richteranweisung dem Helfer entgegen geschickt.
In der ZTP-Ordnung ist allerdings die „alte“ Variante beschrieben, wonach der Hund dem zunächst flüchtenden Helfer hinterher geschickt wird und dieser sich wenn eine Distanz von 8-10 Schritt erreicht ist, sich umdreht und den Hund angreift.
Es empfiehlt sich beide Varianten zu üben, damit es zu keinen unliebsamen Überraschungen kommt.
Diese Phase der ZTP ist sorgsam und gewissenhaft aufzubauen. Hier entscheidet sich häufig ob der Hund mit A oder B bewertet wird. Ein Helfer, der den Hund frontal mit Vertreibungslauten angreift, stellt für den Hund die maximale Belastung und Bedrohung dar. Nur ein gut trainierter Hund wird in dieser Situation einen vollen und festen Griff setzen und den Richter von seinen Qualitäten überzeugen.
Üben Sie zunächst den Angriff an der Leine: Der Hundeführer steht und hält den Hund an straffer Leine. Der Helfer greift den Hund frontal an. Das Tempo des angreifenden Helfers wird nach und nach gesteigert. Das Griffverhalten ist von größter Wichtigkeit und muss in allen Phasen beobachtet werden.
Dann kommen nach und nach Vertreibungslaute und Bedrängung mit steigender Intensität hinzu.
Danach wird der Hund auf den zunächst stehenden Helfer geschickt. Ausbau der Übung wie zuvor.
In der nächsten Stufe auf den angreifenden Helfer. Ausbau der Übung wie erwähnt.
Der nächste Schritt ist der flüchtende und sich umdrehende Helfer. Diese Phase wird so aufgebaut, dass sich der Helfer nach dem Umdrehen zunächst rückwärts bewegt, dann den Hund stehend annimmt und dann angreift. Das Einbringen von Vertreibungslauten und Bedrängung wie zuvor beschrieben.
Danach kommt das Hinzutreten einer dritten Person in der Haltephase hinzu.
Wenn das Ergebnis zufriedenstellend ist, empfiehlt es sich auch die Kompensation von Helferfehlern oder schlechten Anbiss zu üben. D.h. man lässt den Hund „leer“ laufen und bietet einen 2. Anbiss. Zunächst bewegt sich der Helfer rückwärts und steigert dann über Stehen zum Angriff.
Wegen der Wichtigkeit nochmals: Im Schutzdienst sind die drei großen G entscheidend – GRIFF, GRIFF, GRIFF.
Wenn das Ergebnis dann so aussieht, gibt es einen Grund zu feiern :o).

Zum Schluss noch einige Verhaltensregeln:
Machen Sie den Tag der ZTP zu einem unvergesslichen Erlebnis. Verhalten Sie sich kameradschaftlich den anderen Prüfungsteilnehmern gegenüber. Ein Wort des Trostes wenn es bei einem Hund noch nicht gereicht hat, macht Sie sympathisch.
Mit Häme machen Sie sich Feinde. Gratulieren Sie anderen zu ihrer bestandenen Prüfung. Seien Sie höflich gegenüber den Offiziellen und Mitarbeitern und leisten Sie deren Anweisungen ohne Murren folge.
Diskutieren Sie niemals über die Richterentscheidung. Nutzen Sie das Angebot des Veranstalters zum Verzehr von Speisen und Getränken. Eine ZTP ist für den Veranstalter eine kostenintensive Angelegenheit.
Wenn Sie sich über die bestandene ZTP freuen, denken Sie vielleicht auch daran, dass sich der Veranstalter über eine kleine Spende für seine Vereinskasse freut.
Kontrollieren Sie nach Erhalt Ihrer Unterlagen, ob Sie alles vollzählig zurück bekommen haben, ob die Eintragungen stimmig sind und ob alle Unterschriften geleistet wurden.
Vergessen Sie nicht, sich bei Richter, Prüfungsleiter und Helfer zu bedanken.
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English Translation by Erik Neilson
Harald Steinmeyer,
Am Upstall 5,
14552 Michendorf
Preparation of a dog for the ZTP, for example the ZTP of 18.11.2001 DV Abt.
Berlin-Schöneberg - Judge Dr. G. Schüler
Please note that the requirements and sequence of events posed are at the
discretion of the judge. This article should be viewed as a guide, and does not
claim to be complete. In the following, I will describe individual tasks and
requirements, as well as will give tips and suggestions for training.
Fundamentals: If you are preparing your dog for the ZTP, it should be your only
goal. Parallel goals such as SchH (VPG) or the like would be counter productive.
Registration: When you enter your dog in the ZTP, fill out the application form
legibly, completely and correctly and send it in time to the trial organizer.
Have all the necessary documents ready on the day of the ZTP: Pedigree, proof of
the successfully passed BH, HD evaluation, vaccination records. It facilitates
the work of the organizer if all documents are correct and complete, and creates
a good impression.
On the test day, everyone is excited. Try to control your nervousness, be polite
and courteous. Also try to appear as ‘normal’ as possible to your dog.
Don’t do things you would not normally do. Dogs are very sensitive and
recognize your frame of mind better than you would ever believe. Radiate
self-assertion and confidence, without acting superior or arrogant.
To Begin: Have your dog ready on time. The dog should be prepared as for a show
(naturally, any cheating is forbidden). Before you enter the test area, ensure
that your dog had sufficient opportunity to eliminate, thereby saving yourself
any embarrassment.
Dentition and Identity control: Here the dog’s dentition is checked for
completeness and correct tooth position, and the identity is confirmed on the
basis of the tattoo number. This is a very important moment, because the judge
receives their first impression of your dog at this time. If difficulties arise
here, as well as during the entire impartiality examination (in particular the
tie-out), pay extra attention to this area. Practice this as follows: Stand with
your legs apart and your feet forming a V at an angle of approx. 90°. Sit the
dog between your feet and have somebody that the dog trusts simulate the
dentition and tattoo control. Open the mouth wide, avoiding using any force and
reward the dog if it goes through it readily. Gradually extend the duration that
the mouth is kept opened, of course not excessively long. If the dog lets it’s
mouth be opened readily, lift the lips, press the tongue gently aside, hold the
muzzle and close the mouth with the lips raised to examine the incisors and the
bite. Be patient, this procedure should be pleasant for the dog as with
everything else. If everything goes well with the familiar person, repeat it
with several other people that the dog trusts, afterwards with several people
that are unknown to the dog. Eventually, practice with a person unknown to the
dog who resembles the judge in stature and appearance. (Dr. Schueler is slim, of
large stature and wears a Baseball cap) Everybody who helps you practice with
your dog, should be calm, purposeful and not under any circumstances fearful. Do
not forget that the dog must be praised and rewarded by those people. That
applies to all exercises in which third parties are involved.
Testicle control: With males the presence and the size of the testicles are
examined for correctness. The judge handles the dog between the hind legs and
examines the testicles. Practice as described before with different people.
Measuring: Here the height of the dog at the withers is determined (idR. by the
trial assistant). Practice this procedure with your dog extensively. First you
measure the dog, while a familiar person holds the dog and another familiar
person attracts the dog’s attention. Do not be sparing with praise and
rewards. Practice this situation in this configuration for a long time, until
the dog stands calmly and upright and is completely unconcerned by the measuring
wicket. Then you hold the dog while the familiar person measures, until the
procedure is perfect, then repeat with several other people that are well-known
to the dog. If they allow the opportunity for practicing on the trial field, you
should practice a measuring also with the person who will take the measurement
on the test day.
Movement: You are instructed by the judge to demonstrate the dog’s movement in
the walk and in the trot. The dog is to show a balanced, ground covering
movement. A basic condition of which is that the dog is in good physical
condition. The musculature must be well trained and powerfully developed, so
that sufficient thrust from the rear can be developed. Pacing is to be
absolutely avoided. Take the dog at your left side at heel and run at moderate
speed a large circle. Make sure that the dog does not fall into pacing. One
recognizes pacing, if the rear of the dog oscillates when viewed from behind. In
the trot the back moves to and fro. If the dog is also demonstrated at high
speed, the movement becomes too flat and the thrust from the rear does not
become effective correctly.
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